Talente des Priesters



Wie kaum eine andere Klasse, wird der Priester schon jeher von anderen Spielern grundsätzlich als Heiler angesehen. Dies mag zwar ein Klischee sein, spiegelt sich aber auch in seinen Talenten wieder. Als einzige Klasse besitzt er zwei Talentbäume, die sich mit der Heilung beschäftigen. Dabei unterscheiden sich die Heilmethoden zwar sehr stark, aber sowohl ein Heilig- als auch ein Disziplin-Priester ist durchaus in der Lage, eine Gruppe erfolgreich durch eine Instanz zu heilen, und beide Skillungen finden auch durchaus im Schlachtzug ihren Platz. Dies ist vor allem für den Disziplin-Priester eine Neuerung, der zu Burning Crusade Zeiten doch eher nur für das PvP zu gebrauchen war, und im Schlachtzug eher belächelt wurde. Dies hat sich nun aber geändert, und auch der Disziplinpriester bringt mit mächtigen Schilden und Heilungen einen teilweise sogar Notwendigen Beitrag zu einem Raid.

Die dritte Priester Gattung stellen die Schattenpriester dar. Diese haben in den Anfängen von WoW eher ein Randdasein geführt und sind eher belächelt worden, da ihr Schaden noch nicht sonderlich brauchbar war. Mit Burning Crusade waren Schattenpriester vor allem als "Manabatterie" beliebt. Zwar war der individuelle Schaden immer noch nicht konkurrenzfähig, dies wurde aber mit der einzigartigen Fähigkeit ausgeglichen, nun auch Mana für die Gruppe wiederherstellen zu können. Da die Menge des wiederhergestellten Manas mit dem Schaden des Schattenpriesters skalierte, war dies auch ein Grund dafür, dass der Schaden selbst in bester Ausrüstung nicht mehr sonderlich anstieg. Dieses Konzept wurde mit Wrath of the Lich King grundlegend geändert, und Schattenpriester sind nun nicht mehr die einzige Manabatterie, sondern teilen sich diesen Job mit Frostmagiern, Überlebensjägern, Hexern und Vergelterpaladinen. Als Ausgleich dafür können Schattenpriester nun auch ganz oben im Schaden mitspielen.